Besuch des Psychiatrie-Museums in Warstein

Voßwinkel. Der Arbeitskreises Dorfgeschichte hatte im Rahmen seines Forschungsprojektes zu NS-Verbrechen zu einem Besuch des Psychiatrie-Museums in Warstein eingeladen. Dieses Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zeigt die über 100-jährige Geschichte der 1905 als „Provinzial-Irrenanstalt“ eröffneten Fachklinik.

In einer fachkundigen Führung wurde den Teilnehmern nicht nur die „historische“ Ausstattung des Krankenhauses gezeigt, sondern auch die Geschichte der Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Psychiatrie erläutert. Es wurde gezeigt, wie hilflos die Mediziner psychischen Erkrankungen gegenüber standen.

Die Teilnehmer vor dem Psychiatrie-Museums in Warstein

Insbesondere erhielten die Besucher einen Einblick in die Verhältnisse während der NS-Zeit. Denn von hier aus wurden auch zwei Voßwinkeler Männer in den Tod geschickt, deren Leidensgeschichte der AK dokumentiert hat.

Interessant, aber auch bedrückend waren die Eindrücke der Teilnehmer. Besucht wurde auch die historische Treise-Kapelle, die vor einigen Jahren als Gedenkstätte für die dort namentlich verzeichneten 1575 Opfer der Warsteiner NS-Euthanasie eingerichtet wurde.

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„Euthanasie“ und Zwangssterilisation im ländlichen Sauerland

Voßwinkel. Drei Mordopfer und acht Zwangssterilisationen ist das bisherige Ergebnis einer Forschungsarbeit, mit der der Arbeitskreis Dorfgeschichte aufzeigen kann, wie die Idee der Nationalsozialisten von der „Erbgesundheit und Rassenhygiene“ auch im ländlichen Sauerland umgesetzt wurde.

Die nun schon fast dreijährige Forschungsarbeit des AK unter dem Titel „Krieg gegen das eigene Volk“ wurde mit dem mit 3.000 Euro dotierten 1. Platz beim Heimatpreis 2022 der Stadt Arnsberg ausgezeichnet. Nicht nur mit dem Mut, ein sehr sensibles Thema aufzugreifen, sondern auch mit dem Umfang der Recherchen haben die Mitglieder des AK die Jury überzeugt.

Konkret kann auf ein kleines Dorf bezogen dargestellt werden, welche zentrale Rolle die Umsetzung der Erbgesundheitslehre und der Rassenhygiene in der NS-Zeit auch im ländlichen Bereich gespielt hat. Die unerbittliche Umsetzung dieser Ideologie der Nazis wird auch als „Krieg gegen das eigene Volk“ bezeichnet. Das „Rassenpolitische Amt“ sorgte für die Propaganda, Gesundheitsämter erstellten Sippentafeln und entschieden, welche Menschen „brauchbar“ waren. Erbgesundheitsgerichte verurteilten vermeintlich Erbkranke zur zwangsweisen Unfruchtbarmachung. Über 70 Akten des Gesundheitsamtes bzw. des Erbgesundheitsgerichtes Arnsberg mit Bezug zu Voßwinkel gibt es allein im Landesarchiv NRW in Münster.

Michael Filthaut, dessen Familie von einem „Euthanasiefall“ betroffen war, hat sich auch aus historischem Interesse mit dem Thema intensiv befasst. In dem Vortrag beschreibt er die Leidenswege der drei Mordopfer, darunter ein achtjähriges Kind, und dokumentiert beispielhaft das Verfahren eines Opfers der Zwangssterilisation. „Wir möchten den Opfern ein Gesicht geben, auch wenn wir die vollen Namen nicht nennen,“ betont Filthaut.

Unter dem Titel „Krieg gegen das eigene Volk“ hatte der AK Jahres das Ergebnis seiner Forschung bereits in zwei Vortragsveranstaltungen vorgestellt. Nach der Auszeichnung mit dem Heimatpreis wird jetzt ein weiterer Vortragstermin angeboten: Dienstag, den 22. November um 19.00 Uhr. Für die Veranstaltung im St. Urbanus-Pfarrheim, Voßwinkeler Straße 18, wird um Anmeldung unter Telefon 02932 7121 oder info@dorfgeschichte-vosswinkel.de gebeten.

Bürgermeister Bittner mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Dorfgeschichte Alex Paust, Adelheid Schilling, Michael Filthaut und Eduard Giese (v. re.) anlässlich der Auszeichnung mit dem Heimatpreis der Stadt Arnsberg.
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Besuch des Heimatmuseums in Eversberg

Mitglieder des Arbeitskreises Dorfgeschichte Voßwinkel waren Gast des Heimatvereins Eversberg, das Heimatmuseum zu besichtigen und den historischen Ortskern in Augenschein zu nehmen.
Eversberg, seit 1242 mit Stadtrecht belehnt und überragt von einer Ruine, einer ehemaligen Festung der Grafen von Arnsberg.
„Wie Vorfahrten lebten und arbeiteten“ wird im Heimatmuseum, einem früheren Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1756, sehr anschaulich am Lebensalltag einer bäuerlichen Familie aufgezeigt (u.a. an bäuerlichen Arbeiten in Hof und Feld, der Hauswirtschaft, Handwerks- und Gewerbegeschichte sowie den Einrichtungen der guten Stuben).

Mitglieder AK Dorfgeschichte im Heimatmuseum Eversberg

Mit einer Führung durch den historischen Ortskern konnten einerseits gut erhaltene (und renovierte) Fachwerkhäuser gezeigt, zugleich aber Probleme denkmalgeschützter Häuser (in historischen Stadtkernen) verdeutlicht, d.h. Wünsche nach Veränderungen (Kunstschiefer, Dachgauben u.a.) scheitern an Denkmalsschutz und Ortssatzungen. Diese Konflikte wurden den Heimatfreunden aus Voßwinkel sehr bewusst gemacht.

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1. Platz beim Heimatpreis der Stadt Arnsberg

Die Stadt Arnsberg hat am Dienstag, 18. Oktober, zum vierten Mal in Folge den Heimat-Preis verliehen und zeichnete damit das lokale Engagement von Gruppen und Vereinen aus, die durch herausragende Projekte ihre Heimat würdigen.

Wir sind stolz, dass wir als Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel in diesem Jahr den immerhin mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz belegen konnten. Wir hatten uns mit unserem Forschungsprojekt „Krieg gegen das eigene Volk“ beworben, bei dem es um die Verbrechen der Nationalsozialisten an Voßwinkeler Bürger geht.

Insgesamt gingen sechs Wettbewerbsbeiträge ein, die von der Heimat-Preis-Jury, bestehend aus Vertreter*innen der Stadtverwaltung Arnsberg um Bürgermeister Ralf Paul Bittner sowie Mitgliedern verschiedener Ausschüsse, im Vorfeld bewertet wurden. „Bei ‚Heimat‘ geht es um das Verbindende, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Es ist so wichtig, zu wertschätzen, was Menschen jeden Tag in unserem Land und in unserer Stadt im Großen und vielmehr im Kleinen leisten“, betonte Bürgermeister Ralf Paul Bittner anlässlich der Verleihung im Bürgerbahnhof Arnsberg. Bittner weiter: „Unsere große Anerkennung gilt ausdrücklich dem Engagement aller Initiativen, die sich beteiligt und unsere Heimat wieder einmal so vielfältig dargestellt haben.“

Für seine herausragende Arbeit unter dem Titel „Krieg gegen das eigene Volk“ wurde der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel mit dem ersten Platz des Heimat-Preises-Arnsberg gewürdigt – für ein Projekt, das deutlich macht, dass Heimat leider auch eine dunkle Seite haben kann. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben Antworten auf Fragen gesucht, die nur wenige stellen und Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes dokumentiert. Auf diese Weise haben sie den „vergessenen“ Opfern der NS-Diktatur im Dorf ein Gesicht gegeben und die Gräueltaten der menschenverachtenden Politik bis auf die Ebene der Dorfgeschichte heruntergebrochen. Die beeindruckenden Ergebnisse übermittelt der Arbeitskreis in Form von Vorträgen und Veröffentlichungen.

(Pressestelle der Stadt Arnsberg)

Wir bedanken uns bei den Mitgliedern der Jury und sehen diese Auszeichnung als Würdigung unserer jahrelangen Arbeit, gleichzeitig aber auch als Ansporn, diese Arbeit fortzusetzten.

Veröffentlicht haben wir in einem ersten Teil acht Fälle von Zwangsterilisation in unserem Dorf in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift „Voßwinkeler Rückblicke“. In der im Dezember erscheinenden neuen Ausgabe schildern wir das Schicksal zweier Voßwinkeler, die im Rahmen der NS-Euthanasie ermordet wurden. Da wir diese und weitere Themen nur eingeschränkt in der Zeitschrift veröffentlichen können, möchten wir die gesamten Forschungsergebnisse in einem Buch veröffentlichen.

Den Vortrag „Krieg gegen das eigene Volk“ bieten wir am Dienstag, den 22. November 2022 um 19.00 Uhr im Pfarrheim Voßwinkel noch einmal an. Informationen dazu folgen.

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Besuch des Psychiatrie-Museums in Warstein

Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel bietet einen Besuch des Psychiatrie-Museums in Warstein an. Das Museum befindet sich auf dem Gelände der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Es zeigt die über 100-jährige Geschichte der 1905 als „Provinzial-Irrenastalt“ eröffneten Fachklinik.

In einer fachkundigen Führung wird den Teilnehmern nicht nur die „historische“ Ausstattung des Krankenhauses gezeigt, sondern auch die Geschichte der Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Psychiatrie erläutert.

Da der Arbeitskreis zur Zeit an dem Forschungsprojekt zu NS-Verbrechen in Voßwinkel arbeitet, wird ein besonderer Augenmerkt auf die Zeit der NS-Diktatur und die Rolle der damaligen „Provinzial-Heilanstalt“ gelegt. Immerhin wurden von Warstein aus über 1500 damals so genannte „Ballastexistenzen“ in Tötungsanstalten verlegt und dort ermordet. Darunter auch zwei Voßwinkeler.

Zur Besichtigung gehört auch der Besuch der Treise-Kapelle, die als Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie eingerichtet wurde.

Treise-Kapelle als Gedenkstätte auf dem Gelände der LWL-Klinik

Der kostenfreie Museumsbesuch, zu dem auch Gäste herzlich eingeladen sind, ist am Samstag, den 5. November um 10.00 Uhr. Abfahrt nach Warstein ist um 9.00 Uhr in Fahrgemeinschaften.

Anmeldung bitte unter Telefon 02932 7121 oder Mail: michael.filthaut@dorfgeschichte-vosswinkel.de

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Geplanter Besuch des Heimatmuseums Eversberg

Am Samstag, den 22.10.2022 plant der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel einen Besuch des Heimatmuseums in Meschede – Eversberg mit dortiger fachkundiger 1,5stündiger Führung.

Folgender Ablauf ist geplant:

            Gegen 13:15 Uhr Abfahrt von Voßwinkel
            14:00 Uhr            - parallel
                           Gruppe 1:   14:00 – 15:30 Uhr  Besuch des Heimatmuseums
                           Gruppe 2:   14:00 – 15:30 Uhr  Führung durch Eversberg mit einem    
                                                          Vertreter des Heimatvereins;
            15:30 Uhr            Wechsel der Gruppen
            Die Aufteilung in zwei Gruppen  erfolgt nur bei einer ausreichenden Anzahl von
            Teilnehmern.
            Der Nachmittag könnte abgeschlossen werden mit einem Kaffeetrinken in Eversberg
            oder einer Einkehr in Voßwinkel („Alte Post“).

Nähere Infos zum Besuch zum Heimatmuseum unter: https://museum-eversberg.de/

Mit freundlichem Gruß
Alex Paust

Meldungen bitte an:
Alex Paust (Tel. 429580), Mail: alpaus@unitybox.de
oder
Michael Rademacher (Tel.: 23281), Mail: michael@rademacher.com

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Herzlichen Glückwunsch zum 101. Geburtstag Pater Rudolf Schnettler!

Pater Michael Böhles (Mag.Theol. CSSp) vom Kloster Knechtsteden hat den Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel angeschrieben:

Sicher haben Sie mitbekommen, dass Rudolf Schnettler (CSSp) seinen 101. Geburtstag am 03.09.22 vollendet hat? Da er inzwischen im Altenheim „Maria Frieden“ (Baden-Baden, Ebersteinburg) lebt und von den dortigen Pflegekräften der „Schwestern vom Göttlichen Erlöser“ versorgt wird, kann er „noch zulegen“?!?

Mail vom 11. September 2022

Wir haben uns über die Mail sehr gefreut und sagen nachträglich zu Pater Rudolf Schnettler: Herzlichen Glückwunsch aus der Heimat zum 101. Geburtstag!! Und wir wünschen natürlich alles alles Gute, Gesundheit und noch viele Lebensjahre!!

Im Juni 2015 haben wir in den Voßwinkeler Rückblicken Nr. 19 über Pater Rudolf Schnettler berichtet. Hier kann der Bericht nachgelesen werden:

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„Voßwinkeler Rückblicke“, Ausgabe 33

Voßwinkel. Mit der 33. Ausgabe der heimatgeschichtlichen Zeitschrift „Voßwinkeler Rückblicke“ legt der Arbeitskreis Dorfgeschichte unter anderem den ersten Teil der Forschungsarbeit „NS-Euthanasie und Zwangssterilisation im ländlichen Sauerland“ vor. 

Bei der Titelgeschichte „Krieg gegen das eigene Volk“ geht es um das bisherige Ergebnis der Recherchen des Arbeitskreises über die Verbrechen der Nazis an Voßwinkeler Bürgern. Vermeintlich Erbkranke wurden vom Erbgesundheitsgericht Arnsberg zur Unfruchtbarmachung verurteilt. Die Hintergründe und die Verfahren der bisher acht dokumentierten Fälle aus Voßwinkel werden beschrieben.  

„Mit dem Forschungsprojekt, für das der Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Ralf Paul Bittner, die Schirmherrschaft übernommen hatte, hat unser Arbeitskreis ein sensibles Thema aufgegriffen, über das bisher lieber der Mantel des Schweigens ausgebreitet wurde,“ betont Michael Rademacher, Vorsitzender des AK. „Auch wenn wir mit Rücksicht auf die Familien die vollen Namen nicht nennen, möchten wir diesen Opfern der Gewaltherrschaft „ein Gesicht“ geben und an das Leid dieser meist vergessenen Opfer erinnern.“       

Auch zu den Opfern des NS-Regimes gehörte der „Rundfunkverbrecher“ Paul Albers, vielen Voßwinkelern bekannt als Fotochronist. Berichtet wird, wie dieser 1943 als 17-jähriger durch die Gestapo wegen Abhörens eines „Feindsenders“ ins Gefängnis gesperrt wurde. 

Um auch in dieser Ausgabe wieder eine Themenvielfalt aus jüngerer oder älterer Dorfgeschichte zu bieten, hat der AK dieses Heft auf 28 Seiten erweitert. 

Dabei geht es noch um den früheren Kinderspielplatz an der Alscherstraße, um die Anfänge der Firma Aloys Hütter und um 60 Jahre Leuchtenfirma Neuhaus.  

Des Weiteren gibt es einen Bericht über die ersten Kraftfahrzeuge auf öffentlichen Straßen vor 120 Jahren und eine Beschreibung von Bauernlasten im 18. und 19. Jahrhundert.  

Mit einem Foto aus dem Jahr 1914, das den Bereich des früheren Voßwinkeler Bahnhofes zeigt mit bisher unbekannten Ansichten, präsentiert das Redaktionsteam einen Überraschungsfund. 

Zu erwerben sind die „Voßwinkeler Rückblicke“ mit 28 Seiten und vielen Bildern bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, in den Voßwinkeler Bäckereien, im Ingenieur-Büro Rademacher und im Neheimer Buchhandel zum Preis von 3,50 Euro. 

   

Anlässlich der Vorstellung des neuen Heftes informierte sich Bürgermeister Ralf Paul Bittner (Mitte) bei den Vorstandsmitgliedern des AK zum Stand der Forschungsarbeit über „NS-Verbrechen an Voßwinkeler Bürgern“, für das er die Schirmherrschaft übernommen hatte. (v. li. Michael Rademacher, Michael Filthaut, Alex Paust, Martin Neuhaus) 

Info: 

  • Bei den Recherchen des AK zu den NS-Verbrechen geht es um geschützte Daten, die nur unter besonderen Bedingungen eingesehen werden können.   
  • Die Schirmherrschaft für das Projekt durch Bürgermeister Bittner und die Unterstützung durch Stadtarchivar Gosmann waren für den AK hilfreich als „Türöffner“ bei den Kontakten zu bisher über 30 verschiedenen Archiven und Institutionen.   
  • Das bisherige Ergebnis der Forschungsarbeit hat der AK bereits in zwei Vortragsveranstaltungen vorgestellt. Wegen des großen Interesses ist im Herbst eine weitere Veranstaltung geplant. 
  • Bei der Präsentation geht es nicht um die großen Opferzahlen irgendwo, sondern um Einzelschicksale im Heimatort. Der AK bietet den Vortrag auch zur Ergänzung des Geschichtsunterrichts in den weiterführenden Schulen an.   
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Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises Dorfgeschichte

Voßwinkel. Nach der Corona-bedingten Pause hat auch der AK Dorfgeschichte wieder eine Jahreshauptversammlung durchgeführt.

Der Vorsitzende Michael Rademacher gab einen Rückblick auf die letzten beiden Jahre, in der viele Aktivitäten nur eingeschränkt möglich waren. Dennoch konnte die heimatgeschichtliche Zeitschrift „Voßwinkeler Rückblicke“ wie gewohnt zweimal pro Jahr herausgebracht werden. Er berichtete über eine positive Mitgliederentwicklung und auch über einen guten Kassenbestand, sodass die Versammlung den Vorstand entlasten konnte.

Bei den anstehenden Wahlen wurden Michael Rademacher als erster, Michael Filthaut als zweiter Vorsitzender sowie Schriftführer Alex Paust im Amt bestätigt. Wegen der ausgefallenen Versammlungen konnte jetzt endlich mit Martin Neuhaus ein neuer Kassierer für den 2019 verstorbenen Heinz Kaiser gewählt werden.

Der aktuelle Vorstand des AK Dorfgeschichte: Michael Rademacher (1. Vors.), Martin Neuhaus (Kassierer), Michael Filthaut (2. Vors.) und Alex Paust (Schriftführer) (v. re. n. li.)

Neben einem Ausblick auf geplante Aktivitäten des laufenden Jahres gab Michael Filthaut einen Überblick über die Forschungsarbeit zu den Verbrechen der Nationalsozialisten in Voßwinkel, für die noch immer nicht alle Akten in den Archiven gesichtet werden konnten. Das bisherige Ergebnis mit immerhin drei Mordopfern und acht Zwangssterilisationen wird der AK noch einmal am Dienstag, den 31. Mai um 19.30 Uhr im Pfarrheim Voßwinkel vorstellen.

Nach dem offiziellen Teil der Sitzung zeigte der Vorsitzende Fotos des Arbeitskreises vom Erntedankzug 1959 und früheren Schützenfesten, wobei über die gezeigten Personen diskutiert und das Gezeigte lebhaft mit eigenen Erinnerungen verbunden wurde.

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Einladung zur Jahreshauptversammlung am 20. Mai 2022

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