Die Digitalisierung unseres Dorfarchives hat begonnen

Voßwinkel. Die Mitglieder des Arbeitskreises Dorfgeschichte haben jetzt ein ehrgeiziges Projekt gestartet: Die Digitalisierung des umfangreichen Dorfarchivs von Voßwinkel!

„Hintergrund ist das Problem“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises Michael Rademacher, „dass es in Voßwinkel keine eigenen Räumlichkeiten für ein einheitliches Archiv des Dorfes gibt“. In vielen privaten Häusern schlummern die Schätze der Vergangenheit. Bisher versucht der Arbeitskreis diese Schätze zu heben und zentral in einem Dorfarchiv zu bündeln. „Das ist nur zum Teil gelungen“, so Michael Rademacher. „In den privaten Gebäuden unseres Vorstandes sind je nach Arbeitsschwerpunkt die Archivalien in Schränken oder auf dem Computer gelagert. Jeder hat dabei sein eigenes System. Bei Auswertungen und Veröffentlichungen z.B. in den Voßwinkeler Rückblicken war es ohne einheitliches System schwer, die richtigen Dokumente oder Fotos zu finden.“

Seit einiger Zeit wird nun versucht, Ordnung und Einfachheit in diese Situation zu bringen.
Michael Rademacher: „Da drängen sich doch die Chancen der Digitalisierung auf!“ Mit Mitteln des „Heimat-Scheck“ des Landes NRW wurden nunmehr Geräte wie Scanner und Laptop angeschafft. Dazu hat sich der Arbeitskreis dem Verein „Heimatverein digital“ aus Riesenbeck im Münsterland angeschlossen. Hier wurde ein inzwischen preisgekröntes Archivprogramm entwickelt, welches genau auf die Belange der ehrenamtlichen Arbeit der Dorfarchive zugeschnitten ist.

Ab sofort können alle relevanten Daten der Orts- und Familienforschung, der Denkmalpflege, des Museumswesens, der Kultur- und Brauchtumspflege sowie alle Fotos und Zeitungsberichte in digitaler Form erfasst und in einem einheitlichen Rahmen digital archiviert werden.
Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel sucht noch Interessierte, die mithilfe der vereinseigenen Geräte oder von ihren privaten Rechnern aus die verschiedenen Dokumente digitalisieren. Auch die örtlichen Vereine können sich mit ihren Archiven beteiligen. Eine entsprechende Einführung in das System wird garantiert.

Ziel ist, allen geschichtlich Interessierten wie auch anderen Heimatvereinen die Möglichkeit zu geben, im digitalen Archiv zu suchen. Auch alte, empfindliche Dokumente sind so sicher archiviert und können beliebig oft angesehen und auch ausgedruckt werden. Eine sichere Aufbewahrung Voßwinkeler Geschichte auch noch für die nächste Generation.



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Vor 40 Jahren – Wiedergründung des SGV-Voßwinkel

Am 14. März 1981 wurde nach einer längeren Pause der SGV-Voßwinkel wieder gegründet. Seit dieser Zeit ist der SGV außerordentlich aktiv.

In den Rückblicken Nummer 19 stellte der Arbeitskreis Dorfgeschichte die gesamte Historie des SGV-Voßwinkel in einem Bericht vor. Hier kann man ihn nachlesen:

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Vor 80 Jahren – Wiedergründung der Voßwinkeler Feuerwehr

Hier nun der Gründungsbericht aus den „Heimatglocken“ von April 1941:

1942: v.r. Wilhelm Dünschede, Wilhelm Heimann, Berthold Kemper, Fritz Jochheim,
Josef Höke, Josef Dünschede

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Der Monat März – Gestern und Heute

In einer älteren Ausgabe der Westfalenpost fanden wir einen Artikel über den Monat März, wie er in früherer Zeit im Sauerland gedeutet und begangen wurde. Diesen interessanten Bericht geben wir gern wieder:

Der März (lat. Martius) war im altrömischen Kalender bis 154 vor Christus der erste Monat im Jahr. Er stand im Zeichen des Kriegsgottes Mars. Literarisch bekannt wurden die „Iden des März“. Die „Iden“ waren bei den Römern die sogenannten Wendetage, nämlich der 13. oder 15. eines Monats. An solchen Tagen drohte Unheil. Das galt besonders für die „Iden des März“, im ersten Monat des neuen Jahres. Die Römer fürchteten sich am 15. März vor allem vor der Herrschaft der Vampire. Als magischer Schutz vor diesen Blut saugenden Ungeheuern galt Knoblauch. Man trug eine Knoblauchzehe als Abwehr um den Hals.

Nach unserer Kalenderrechnung nimmt der März die Rolle des Frühlings ein. Sein altdeutscher Name ist daher treffend „Lenzing“. Der 20. März ist der Tag des offiziellen Frühlingsanfangs. Zahlreich sind die Frühlingsboten, die sich in der Regel pünktlich im März einstellen. Manche tragen seine Namen, wie Märzveilchen, Märzenbecher, Märzmücke, Märzfliege und Märzfisch. Das ist der heringsgroße Süßwasserfisch, den die Angler als „Hasel“ kennen. In manchen Gegenden war der Tag der ersten Veilchen von besonderer Bedeutung. Wer als erster die violetten Frühlingsblüten entdeckte, benachrichtigte die Obrigkeit.

Am Fest Maria Verkündung, am 25. März, warteten die Menschen in den Dörfern auf die gefiederten Frühlingsboten, die Schwalben. Jedes Landkind kannte den Spruch: „Maria Geburt ziehen die Schwalben furt, Maria Verkündung herum kommen sie wiederum.“ In dieser Zeit wird auch das erste Froschkonzert erwartet. Eine alte Bauernregel lautet: „So viel Tage vor Marien die Frösche schrein, so viel müssen sie nachher schweigen.“

Im März beginnt das Bauernjahr. „Gregor (12. März) zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann“. Am 17. März ist der Gertrudentag. Da beginnt die Gärtnerin mit der Gartenarbeit. Als erstes Saatgut müssen die Dicke Bohnen in die Erde, denn an „St. Gertrud ist es gut, wenn in die Erde die Bohnen man tut“. Am Tage der hlg. Gertrud begann das Pflügen. Wenn die Zugtiere vor dem Pflug eingespannt waren, kam die Bäuerin mit einem Laib Brot, zerschnitt es auf der Pflugmitte in zwei Hälften und gab die eine dem Knecht und die andere den Pferden oder Ochsen.

In unserer katholischen Heimat ist der 19. März an vielen Orten immer noch ein halber Feiertag. Die vielen Bewohner, die Josef heißen, feiern ihren Namenspatron. Die Zimmerleute und die Schreiner erwählten einst St. Josef zum Patron ihrer Zunft.

Einst fanden nach uralter Tradition überall Frühlingsfeste statt. Ein wichtiger Termin für solche Festivitäten war der Sonntag „Laetare“. Frühling ist die Zeit der erwachenden Liebe. Der 1. März war in der ländlichen Bevölkerung ein beliebter Verlobungstermin und ein Orakeltag der Liebenden. Wer in der Mitternacht dreimal um sein Bett ging, sah im Traum seinen künftigen Ehepartner.

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Seit 45 Jahren Frauenkarneval in Voßwinkel

Im Jahre 1976 wurde zum ersten Mal der Frauenkarneval in Voßwinkel veranstaltet. Leider muss auch diese Traditionsveranstaltung in diesem Jahr wegen Corona erstmals ausfallen.

Vor 25 Jahren: Zeitungsbericht der Westfälischen Rundschau vom 5. Februar 1996

Beim Frauenkarneval in der Schützenhalle sind ausschließlich Frauen zugelassen. Diese Veranstaltung ist die einzige noch verbliebene öffentliche Karnevalsfeier in Voßwinkel. Leider gibt es in diesem Frühjahr nichts (gemeinsam) zu feiern… Lockdown.

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Vergessene Opfer der NS-Diktatur

Vor 25 Jahren hatte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, das Datum der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, zum nationalen Gedenktag erklärt. 2005 haben ihn die Vereinten Nationen zusätzlich zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ernannt.

Mit den Auswirkungen der NS-Diktatur und den Folgen des 2. Weltkrieges hat sich der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel in den „Voßwinkeler Rückblicken“ schon des Öfteren beschäftigt. Einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung unseres Dorfes unter der Diktatur der Nationalsozialisten haben wir im Jahr 2014 in den Ausgaben 17 und 18 veröffentlicht. In diesem Zusammenhang hatten wir berichtet, dass auch Bewohner unseres Dorfes Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation geworden sind.

Als Arbeitskreis Dorfgeschichte arbeiten wir zur Zeit unter dem Arbeitstitel „Opfer von Euthanasie, Zwangssterilisationen und Justiz in einem Dorf im Sauerland“ an einem Forschungsprojekt. Verbunden ist die Genehmigung mit der Auflage, dass wir uns an die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen halten.

In den letzten Rückblicken haben wir über das Projekt berichtet und um weitere Informationen gebeten. Hier ist der Bericht:

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Jahreshauptversammlung im Februar 2021 abgesagt

Voßwinkel. Aufgrund der weiterhin bestehenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie fällt die für den 5. Februar 2021 geplante Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises Dorfgeschichte Voßwinkel aus. Die Versammlung wird auf den Herbst 2021 verschoben.

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Alles Gute für 2021, vor allem Gesundheit !

Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel wünscht allen seinen Mitgliedern und Freunden einen guten Rutsch mit Zuversicht nach 2021, alles Gute zum neuen Jahr, vor allem Gesundheit, Glück und Erfolg!

Dazu hier noch ein „Jubiläum“: TuS Voßwinkel übernahm genau vor 25 Jahren, also zum 1. Januar 1996, den Sportplatz in Voßwinkel in Eigenregie.

aus der Westfalenpost vom 4. Januar 1996
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Frohe Weihnachten!

Mit diesem schönen Bild aus der Westfalenpost vom 24. Dezember 1953 wünscht der Arbeitskreis Dorfgeschichte allen seinen Mitgliedern, Freunden und Lesern ein frohes Weihnachtsfest! Bleiben Sie gesund!
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Voßwinkeler Rückblicke Nr. 30 im Handel

Voßwinkel. Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel stellt die neue Ausgabe der „Voßwinkeler Rückblicke“ vor. Auch bei der mittlerweile 30. Ausgabe seiner heimatgeschichtlichen Zeitschrift stellte das Redaktionsteam wieder eine interessante Mischung von Themen aus der Dorfgeschichte zusammen. Fortgesetzt wird mit dem zweiten Teil die Geschichte des „Konsum“ ab 1945. Drei weitere Berichte befassen sich mit runden Jubiläen. Klaus Stratmann startete im Keller des elterlichen Wohnhauses vor 50 Jahren. Seit 100 Jahren steht das Heiligenhäuschen im Vorgarten der Familie Düllberg an der heutigen Franziskusstraße, das aufgrund eines Gelöbnisses nach dem 1. Weltkrieg errichtet wurde. 100 Jahre gibt es den Hof Hauschulte am früheren Voßwinkeler Bahnhof, den Anton Hauschulte aufbaute. Die Auswirkungen des Kulturkampfes von 1873 bis 1880 auf unsere Region werden in einem weiteren Artikel geschildert. Den Mitgliedern des AK war es immer schon ein besonderes Anliegen, die Zeit des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Durch die Übergabe der Akte eines Opfers der NS-Euthanasie durch Familienangehörige gab es Ansatzpunkte für umfangreiche Recherchen. Das sich daraus ergebende Forschungsprojekt stellt der AK vor und verbindet das mit der Bitte an die Leser, eventuell noch vorhandene Unterlagen aus der NS-Zeit zur Verfügung zu stellen. Bei der Titelgeschichte handelt es sich um Familiennamen, wie sie entstanden und welche Bedeutung sie haben. Reichte in früherer Zeit ein Vorname aus, um z. B. in einer Dorfgemeinschaft jemanden zu identifizieren, wurde das in den Städten immer schwieriger. Vor allem befasst sich der Artikel mit Voßwinkeler Namen, aktuelle wie historische, und zeigt ihre Herkunft bzw. Entwicklung auf. Zu erwerben sind die „Voßwinkeler Rückblicke“ mit 24 Seiten und vielen Bildern bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, in den Voßwinkeler Bäckereien, im Ingenieur-Büro Rademacher und im Neheimer Buchhandel zum Preis von nur drei Euro.

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