Voßwinkel. In der 40. Ausgabe der heimatgeschichtlichen Zeitschrift „Voßwinkeler Rückblicke“ des Arbeitskreises Dorfgeschichte wird noch einmal auf die bewegte Geschichte des Männerchores „Cäcilia 1892 Voßwinkel“ zurückgeblickt. Der Chor steht seit 133 Jahren für Musik, Tradition und gemeinschaftliche Erfolge – musste jedoch aufgrund akuter Nachwuchsprobleme schweren Herzens das Ende seiner langen Geschichte verkünden.
In der Titelgeschichte widmet sich die Ausgabe dem Voßwinkeler Dreikönigssingen, das eng mit dem Männerchor verbunden ist. Seit 1963 organisierte der Chor dieses Brauchtum, das – anders als üblich – nicht von Kindern, sondern von erwachsenen Sängern getragen wurde. Auch wenn der Chor nun aufhört, lebt die Tradition weiter: Die „Dorfgemeinschaft Voßwinkel e.V.“ übernimmt die Organisation des beliebten Singens und sorgt dafür, dass die Tradition fortgeführt wird.

Ein weiterer Artikel beleuchtet die Geschichte der Hebammen im Ort, mit einem besonderen Fokus auf Marta Wolke, die vielen als letzte Hebamme in Voßwinkel, Bachum und Echthausen in Erinnerung geblieben ist – eine Zeit, in der es noch üblich war, zu Hause zu entbinden.

Neben diesen spannenden Themen gibt es noch viele weitere Geschichten zu entdecken: Die Geschichte der Familie Achtermann, die Abzocke der Bauern bei Schatzungen, die Entwicklung der Südstraße und ein bedrückender Fall von Schutzhaft während der NS-Zeit aufgrund des „Deutschen Grußes“.
Zudem werden aus einer privaten Sammlung beeindruckende Werke des Voßwinkeler Malers Caspar Risse gezeigt, der an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf ausgebildet wurde und mit seinen Bildern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Die neue Ausgabe der „Voßwinkeler Rückblicke“ bietet noch viele weitere Einblicke in die Geschichte des Dorfes. Sie wird an die Mitglieder des Arbeitskreises versandt und ist für interessierte Leser zum Preis von 4,00 Euro bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, in der Bäckerei Coerdt in Voßwinkel und im Neheimer Buchhandel erhältlich.








